Vereine und Verbände zurren Eckpunkte der „Dekadenstrategie Sport“ fest

Vertreter Hamburger Sportvereinen und –verbänden sowie des Hamburger Sportbundes (HSB) haben in einem Workshop die gemeinsam erarbeitete Dekadenstrategie „Hamburg macht Sport“ intensiv diskutiert und für das Jahr 2012 erste Schritte der Umsetzung vereinbart. dabei stellten die Teilnehmer fest, dass die Sportpolitik als Querschnittsaufgabe in allen Behörden verankert werden muss, beispielsweise bei der Stadtentwicklung oder dem Thema Gesundheit. Die Fachämter und Bezirke müssen sich stärker für die Aspekte des Sports einsetzen. Die Sportförderung muss folglich nicht allein aus dem Etat der Behörde für Inneres und Sport finanziert werden, auch andere Ressorts sollen ihren Beitrag leisten.

Die Sportvereine und –verbände begrüßen einstimmig die nachhaltige Förderung des Breitensports. Alle benannten Ziele und Maßnahmen werden sie unterstützen. Vieles davon, beispielsweise die Integration von Migranten, wird im organisierten Sport seit Jahren umgesetzt. Im Leistungssport wird der HSB die Talentsichtung und –entwicklung fortsetzen, die er seit 2007 erfolgreich in Hamburg etabliert hat. Ab dem Schuljahr 2012/13 wird die Talentsichtung flächendeckend in Hamburg umgesetzt. Im Jahr 2012 ist zudem die Weiterentwicklung der Schwerpunktsportarten ein weiteres zentrales Element. Kernaufgabe ist, Kriterien für eine Schwerpunktsportart zu definieren und transparent zu machen. Der HSB entwickelt mit seinem Landesausschuss für Leistungssportentwicklung hierfür eine Bewertungsmatrix. Mit ihr werden die Hamburger Profilsportarten auf ihre Eignung zur Schwerpunktsportart überprüft. Die Bewertungsmatrix wird auch auf bestehende Schwerpunktsportarten angewandt.

Im Bereich der Sportinfrastruktur sprechen sich die Sportvereine und –verbände für eine konsequente Sanierung vereinseigener und staatlicher Sportanlagen und eine Absicherung des Bestands an Sportflächen aus. Wenn Sportflächen zugunsten anderer Projekte aufgegeben werden, so muss ein Ausgleich in unmittelbarer Umgebung erfolgen. Dies sollte, aus Sicht des HSB, in einem Sportflächensicherungsgesetz festgeschrieben werden. In Bebauungspläne soll der Sport als Pflichtpunkt in der Prüfung einfließen. Hinsichtlich der Vergabe von Nutzungszeiten wird der HSB gemeinsam mit dem Bezirk Wandsbek im Jahr 2012 ein Modellprojekt durchführen. Die in der Vergangenheit immer wieder strittige Frage der Geräuschemissionen durch Sportbetrieb muss aus Sicht der HSB-Mitglieder umgehend im Sinne des organisierten Sports gelöst werden. Der HSB begrüßt die Aussagen von Bürgermeister Olaf Scholz bei der Hamburger Sportgala am 20. Februar, sich ebenfalls hierfür einsetzen zu wollen.

Ein zentrales Anliegen des organisierten Sports ist, die soziale Chancengerechtigkeit weiter zu stärken. Das Projekt „Kids in die Clubs“ in Verbindung mit dem Bildungs- und Teilhabepaket soll dafür weiter entwickelt werden. Wichtig ist auch, dass die geleistete Arbeit der Vereine anerkannt und die damit verbundene Strukturförderung weiter gewährt wird. Die HSB-Mitglieder engagieren sich zudem im Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Sportvereinen. Sie erwarten hier Unterstützung seitens der Politik. Die HSB-Mitglieder unterstützen das Dekadenziel, dass Bewegung Teil der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern sein sollte, um die Bewegungsfähigkeit von Kindern bereits im frühkindlichen Bereich gezielt zu entwickeln. Sportvereine sind darüber hinaus in ihren Stadtteilen vernetzte soziale Dienstleister, die mit stetig wachsenden Aufgaben und Herausforderungen konfrontiert werden und sich entsprechend auch in ihren Strukturen weiterentwickeln müssen. Die Vielfalt des Sports und seiner Vereine und Verbände müssen dabei unbedingt erhalten bleiben.

Einen Schwerpunkt in der zukünftigen Entwicklung von Vereinen und Verbänden sehen die HSB-Mitglieder in der Stärkung des Ehrenamts. Die ehrenamtlichen Leistungen im Sport, nicht nur der Vorstände sondern auch zum Beispiel von Übungsleitenden oder Helfern bei Großveranstaltungen, sind von hoher Bedeutung. Der HSB wird die Ausbildung, Qualifizierung und Beratung von Ehrenamtlichen weiter stärken und so eine seiner Kernkompetenzen weiter ausbauen.

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