Klipper scheitert mit Umbauplänen am Anwohnerprotest

Mit der jüngst verabschiedeten Dekadenstrategie HAMBURGmachtSPORT will der Senat sportpolitisch die Weichen für die Zukunft stellen. Neben der Förderung des Leistungs- und Breitensports steht auch der Ausbau von Sportanlagen in dem Programm. Wie schwer die Pläne umzusetzen sind, zeigt sich jetzt beim Klipper THC. Der Club will seine Hockeyanlage am Eckerkamp in Wellingsbüttel umbauen. Scheitert mit diesem Projekt aber am Anwohnerprotest. Streitpunkte sind abgeholzte Bäume, der Status als „besonders geschütztes Wohngebiet“ und die Auslegung vorhandener Baupläne.

Der Klipper THC will auf dem Klubgelände zwei Naturrasenplätzen durch einen Kunstrasenplatz mit Beleuchtung ersetzen. Die Anwohner befürchten aber, dass im Zuge der Umbauarbeiten auch eine Tribüne und eine Eventhalle errichtet werden sollen. Dafür wurde nun eine Baumreihe, die als Sicht- und Lärmschutz diente, abgeholzt. Sehr zum Unwillen der angrenzenden Grundstücksbesitzer. Denn nun ziert eine Baustraße die Grenze zwischen den Grundstücken und dem Hockeygelände. Nun geht die Sorge um, dass das Wohngebiet auf ein „normales Wohngebiet“ herabgestuft wird. Daher kam es nun auf der öffentlichen Sitzung des Stadtplanungsausschusses des Bezirks Wandsbek zum Schlagabtausch zwischen der Bürgerinitiative „Erhaltet Wellingsbüttel“ und dem Klipper THC. Ergebnis: Die Politiker und das Bezirksamt kippten die bisherigen Entwürfe des Bebauungsplanentwurfes „Wellingsbüttel 16“. Dies bedeutet das Aus für die bisherigen Pläne zum Umbau des Sportgeländes.

Nicht das erste Mal, dass in Hamburg Anwohner hochklassigen Sport in ihrer Nachbarschaft verhindert haben. So mussten die Footballer der Hamburg Blue Devils in der Vergangenheit ihre Pläne begraben, das Billtalstadion in aBergedorf als neue Spielstätte herzurichten. Grund: Die Anwohner des zweitgrößten Stadions der Hansestadt befürchteten eine zu hohe Lärmbelästigung an den Spieltagen – und setzten sich mit ihrem Protest bei Verwaltung und Politik durch.

2 Antworten to “Klipper scheitert mit Umbauplänen am Anwohnerprotest”

  1. Phil Says:

    Sportstadt Hamburg….. beispielhaft ;-(

  2. C. Dehner Says:

    Die Anwohner in Wellingsbüttel haben ein Recht auf Einhaltung der Gesetze. Diese wurden von Klipper mit Hilfe einfußreicher Mitglieder zum eigenen Nutzen „gebeugt“ um das Bauvorhaben zu realiseren.

    Über 100 namentlich bekannte Anwohner hätten sich gefreut, wenn der Klipper frühzeitig auf sie zugekommen wäre und man eine Lösung entworfen hätte, die für alle Seiten tragbar gewesen wäre. Aber Klipper hat aus Angst seine Pläne nicht vollständig durchsetzten zu können weder die Mitglieder noch die Anwohner informiert und hat den heimlichen Weg.

    Auch die Klippermitglieder wollen keine Abwertung Ihres Eigentums durch eine Wohngebiets-Degradierung von „besonders schützenswertes Wohngebiet“ in „allgemeines Wohngebiet“!

    Jetzt fordern aufgebrachte Mitglieder auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 22.2.2012 zu Recht Rechenschaft vom Vorstand.

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