HRC verliert letztes Spiel des Jahres

Mit 17:25 (5:18) verliert der Hamburger Rugby-Club sein Auswärtsspiel beim USV Potsdam und überwintert somit auf dem siebten Rang (23 Punkte) in der Tabelle der 2. Bundesliga Nord. Bei dem Tabellendritten aus Brandenburg zeigten die Rot-Schwarzen dennoch eine kämpferisch überzeugende Leistung und können mit erhobenen Häuptern in die Winterpause gehen.  Aufgrund diverser Ausfälle von Stammkräften, musste HRC-Coach Michael Smith auch in Potsdam wieder auf mehreren Positionen experimentieren. So rückte Innendreiviertel André Dorcelien aufdie Gedrängehalb-Position, die Center-Paarung übernahmen die gelernten Außendreiviertel Eric Mau und Lasse Roeder.

Dafür war den Hamburgern der unbedingte Wille, seit etlichen Jahren wieder Punkte aus Potsdam zu entführen, von Beginn an anzumerken. Denn Anfangs setzten sich die Gäste in der Potsdamer Hälfte fest. Punkte blieben allerdings versagt, Verbinder Simon Kelly scheiterte gleich zweimal innerhalb der ersten zehn Minuten mit Straftritten zu den Stangen.

Dann ereilte Coach Smith die nächste Hiobsbotschaft: Schlussspieler Matthias Abel verletzte sich schon nach wenigen Minuten bei einem Tackle schwer an der Schulter und musste ausgewechselt werden. Benjamin Warncke rutschte dafür auf die ungewohnte Schlussposition und sah sich fortan der starken Offensive der Potsdamer ausgesetzt. Diese kam trotzdem erst spät ins Rollen, denn die Defensive der Rot-Schwarzen verteidigte aufopferungsvoll. Die Gefährlichkeit der Gastgeber ist es bekanntermaßen aber gerade, wenige Chancen effektiv zu nutzen. So waren es die Potsdamer, die die ersten Punkte durch einen Versuch an der Eckfahne verbuchten (0:5, 15. Minute). Die Hamburger schienen im Anschluss geschockt und ließen den Brandenburgern zu viel Raum, so dass diese besser ins Spiel kamen. Ein Straftritt (18. Minute), sowie ein weiterer Versuch auf der Außenbahn (20. Minute) brachte den Hausherren eine komfortable 13-Punkte-Führung.

Die Hamburger blieben aber vor allem mit ihren Standards gefährlich. André Dorcelien besorgte mit einem Solo nach einem Gedränge den Anschluss-Versuch (5:13, 22. Minute). Den Schlusspunkt im ersten Durchgang setzten allerdings wieder die Gastgeber per Versuch zum 5:18 Pausenstand (40. Minute). Die HRC-Löwen lagen zwar deutlich hinten, waren spielerisch aber durchaus gleichwertig und wollten im zweiten Durchgang ihre Aufholjagd starten. Zunächst waren es allerdings wieder die Potsdamer, die zum Punkterfolg kamen (Versuch und Erhöhung, 53. Minute).

In der Folge mobilisierten die Hansestädter noch einmal alles, belagerten nahezu den Rest des zweiten Durchgangs die Potsdamer Hälfte. Diese trugen ihren Teil zum Hamburger Aufschwung bei, indem sie sich durch Undiszipliniertheiten eifrig selbst dezimierten (zwei gelbe, eine rote Karte). Hakler Christian Droll wuchtete in der 60. Minute einen ausgespielten Straftritt über die Linie (10:25). Simon Kelly scheiterte mit der Erhöhung. In der 75. Minute war es wieder Droll, der diesmal nach einer Gasse ins Potsdamer Malfeld eintauchte. Kelly traf diesmal die Erhöhung, so dass der Abstand auf acht Punkte schrumpfte (17:25).

Die verbleibende Zeit versuchten die Rot-Schwarzen zwar noch einmal alles, um zumindest Bonuspunkte (für vier oder mehr gelegte Versuche und einer Niederlage mit sieben oder weniger Punkten) mitzunehmen. Am Ende sollte es dem HRC aber nicht mehr gelingen, die gegnerische Verteidigung ein weiteres Mal zu durchbrechen.

Trotz des enttäuschenden Ergebnisses blieb die Stimmung der Mannschaft nach Abpfiff aber ungetrübt, wohl wissend eine bis dahin gute Saison gespielt zu haben. Der siebte Tabellenplatz erscheint aufgrund der zwischenzeitlich gewachsenen Erwartungen zwar zu wenig. Zu Rang fünf trennt die Hamburger allerdings nur ein Punkt, zumal der Abstand zu den Abstiegsplätzen satte zwanzig Punkte beträgt und das Saisonziel Klassenerhalt so gut wie gesichert ist.

Der HRC verabschiedet sich in die Winterpause und startet ab Januar mit der Vorbereitung auf die restlichen fünf Saisonspiele. Diese beginnen mit einem Heimspiel gegen den Tabellenvierten RU Hohen-Neuendorf am Sonntag, den 4. März 2012 (14 Uhr).

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