HRC feiert Auswärtssieg

Der Hamburger Rugby-Club gewinnt nach hartem Kampf bei den Braunschweiger Welfen 18:12 (8:5) und klettert in der Tabelle der 2. Bundesliga Nord wieder auf Platz fünf. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge gelingt ein glanzloser Sieg ohne Bonuspunkt, der aber umso wichtiger für die angeschlagene Moral der Hamburger wiegt.

Der Kader der Rot-Schwarzen wies auch in Braunschweig wieder einige Lücken auf Stammpositionen auf. Verbinder Simon Kelly kehrte zwar ins Team zurück, dafür reihte sich Prop Noel Bandholtz in die lange Verletztenliste ein. Trotz einiger Umstellungen sollte Coach Mick Smith dennoch eine starke Mannschaft aufbieten können. Dass das letzte Erfolgserlebnis nun mehrere Wochen zurückliegt, merkte man den Hamburger Rugby-Löwen aber deutlich an. Die Hanseaten brauchten mehrere Minuten, um ins Spiel zu kommen, während der Aufsteiger mit seinem körperlich starken Sturm das Heft in die Hand nahm. Allerdings fehlte den Hausherren häufig die Cleverness, um wirklich gefährlich vor das HRC-Malfeld zu kommen. Besser machten es die Rot-Schwarzen, die nach knapp zehn Minuten das erste Mal selbst den Offensivmotor einschalteten und durch Simon Kelly per Straftritt in Führung gingen (10. Minute). Ein weiterer Straftritt verfehlte sein Ziel knapp (18. Minute). Wenig später folgte dafür der erste Versuch des Tages. Wieder war Simon Kelly erfolgreich und vollendete nach einem starken Solo von Gedrängehalb Sylvain Joannan (24. Minute) im Braunschweiger Malfeld. Die Erhöhung misslang, der HRC lag mit 8:0 vorn.

Die Gäste liessen sich jetzt von der Führung blenden, während die Welfen wütend auf den Anschluß drückten. Zahlreiche fahrlässig verursachte Straftritte spielten dem Aufsteiger dabei in die Karten. Die Hamburger hatten zudem alle Hände voll zu tun, das Sturmspiel der Braunschweiger zu unterbinden. Folgerichtig kamen diese kurz vor der Halbzeitpause durch ein Paket nach einer Gasse zum Versuch (37. Minute). Nach mißglückter Erhöhung ging es mit 8:5 aus HRC-Sicht in die Pause.

Der zweite Durchgang startete, wie der erste endete. Die Braunschweiger nahmen das Heft in die Hand und spielten fast aussschließlich über ihren Sturm, während der HRC eifrig weiter Straftritte sammelte. Glücklicherweise überstanden die Hamburger diese knapp zwanzig Minuten andauernde Überlegenheit der Hausherren unbeschadet ohne Gegenpunkte. Mit nachlassender Konzentration der Welfen kamen die HRC-Löwen wieder ins Spiel. Nach einer schönen Druckphase in der Braunschweiger Hälfte gelang Außendreiviertel Sebastian Christophers der Versuch neben der Eckfahne (63. Minute). Wieder misslang die Erhöhung, die 13:5-Führung brachte aber wieder mehr Sicherheit ins HRC-Spiel. Es gelangen jetzt mehrere gut Durchbrüche. Schlussspieler Matthias Abel entschied nach einem schönen Angriff der Hamburger Hintermannschaft per Versuch das Spiel (72. Minute). Ohne Erhöhung hieß der neue Spielstand 18:5. Die Gäste wollten jetzt ihren vierten Versuch zum Bonuspunkt, scheiterten aber mehrfach an der Braunschweiger Verteidigung. Diese gaben sich nicht auf und warfen noch einmal alles nach vorne. Mit Schlußpfiff gelang den Welfen dann ihr zweiter Versuch unter den Stangen, welcher mit geglückter Erhöhung den hochverdienten Defensiv-Bonuspunkt bedeutete.

„Das war heute ein hartes Stück Arbeit. Kompliment an die Braunschweiger, die uns lange nicht ins Spiel haben kommen lassen. Schade, dass es nicht zum Bonuspunkt gereicht hat, aber angesichts des Spielverlaufs können wir froh sein, dass wir heute als Sieger vom Platz gegangen sind“, so HRC-Coach Mick Smith nach dem Spiel.

In zwei Wochen (26. November) geht es für den HRC zum Jahresabschluss noch einmal zu den Brandenburg Adlern des USV Potsdam. Bis dahin hat sich das Lazerett der Hamburger hoffentlich wieder etwas gelichtet.

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