Hamburg macht Sport – Dekadenstrategie für den Hamburger Sport veröffentlicht

Die Zukunftskommission Sport hat im Rathaus ihre Dekadenstrategie für den Hamburger Sport an Senator Michael Neumann (SPD) übergeben. Die Kommission war im Juni 2011 vom Senator berufen und um die Erarbeitung dieses Konzepts gebeten worden. Die Mitglieder der Kommission waren die beiden Vorsitzenden Dr. Michael Beckereit und Staatsrat Karl Schwincke (Behörde für Inneres und Sport) sowie Ingrid Unkelbach (Olympiastützpunkt), Reinhard Wolf (Handelskammer) und Günter Ploß (Hamburger Sportbund).

In ihrer Dekadenstrategie formuliert die Zukunftskommission Sport zehn Ziele, die näher beschrieben werden und durch eine Liste der jeweils wichtigsten Maßnahmen ergänzt wird. Die zehn Dekadenziele lauten:

1. SPORTmachtSTADT – Stadtteilentwicklung durch Sport und
Bewegung

2. PLATZmachtSPORT – Investition in die Zukunft der Sportanlagen

3. HAMBURGmachtLEISTUNG – Ausbau von Schwerpunkt- und
Profilsportarten

4. EVENTmachtHAMBURG – Stadt als Stadion für Ligen und
Sportevents

5. SPORTmachtUMWELT – Bewegung für Umwelt

6. SPORTmachtGESUND – Gesundheit mit Bewegung

7. HAMBURGmachtSERVICE – Öffentliche Verwaltung für Sport

8. SPORTmachtHAMBURG – Konzentriert an die Spitze

9. HAMBURGmachtSTARK – Weiterentwicklung des „Sport für Alle“

10. SPORTmachtPOLITIK – Stadtgesellschaft in Bewegung

Der Spitzensport wird unter dem Motto „Vom Kindergarten bis zum Olympiasieger“ strukturiert. Beginnend mit der Sichtung und Förderung von Talenten in Zusammenarbeit mit Schulen, Vereinen und Verbänden sollen potentielle Spitzensportler systematisch an ihre Höchstleistungen herangeführt werden. Die Anzahl der heute vier Schwerpunktsportarten soll bis 2020 auf mindestens sechs erhöht werden. Mindestens eine davon soll eine paralympische Sportart sein. Beckereit betonte dabei, dass der Spitzensport ohne den Breitensport nicht denkbar sei und beide Bereiche sich stets gegenseitig befruchten würden.

Dem konsequent folgend sollen die Großsportveranstaltungen nach dem so genannten Hamburger Format ausgebaut werden. Bisher werden hauptsächlich beim Hamburg Marathon, dem Triathlon World Cup und den Cyclassics Startfelder aus dem Breitensport mit internationalen Spitzenevents verknüpft. Dies soll bis 2020 auf zehn jährlich wiederkehrende Events ausgedehnt werden.

Ein großes Gewicht legt die Dekadenstrategie zudem auf den Breitensport. Möglichst vielen Hamburgerinnen und Hamburgern soll der Zugang zum Sport ermöglicht werden. Erreicht werden soll dies u.a. durch die Entwicklung der Vielfalt kleiner Vereine, durch die Herausbildung von großen Mehrspartenvereinen mit Quartiersbezug sowie der Aktivierung von Parks und Grünanlagen für die sportliche Nutzung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Heranführung von Kindern und Jugendlichen an Bewegung und eine gesunde Lebensweise, was durch eine Intensivierung des Schulsports und die enge Kooperation zwischen Schulen und Vereinen erreicht werden soll. Als wichtige Basis des Sports in Hamburg sieht die Zukunftskommission die Sanierung der staatlichen und vereinseigenen Sportanlagen und den Neubau von Sportanlagen dort, wo in den kommenden zehn Jahren ein Bedarf entsteht.

Neben den inhaltlichen Zielen definiert die Dekadenstrategie auch neue Formen der Organisation und Verwaltung des Sports in Hamburg. Die Zukunftskommission Sport soll weiterhin die Umsetzung der Dekadenstrategie aktiv begleiten. Der Fortschritt der Umsetzung der Strategie soll in einem jährlichen Sportbericht dokumentiert werden, der im einzurichtenden Hamburger Sportparlament gemeinsam zwischen Politik und den Akteuren des Sports diskutiert wird.

HSB-Präsident Günter Ploß äußerte sich im Rahmen der Pressekonferenz im Rathaus wie folgt: „Sport leistet einen großen Beitrag für die Gesundheit, die Integration, für die Vermittlung von Werten wie zum Beispiel Fairness genauso wie für die Stadtteilentwicklung und die Steigerung unserer Lebensqualität. Diesen Funktionen wird mit öffentlichen Investitionen Rechnung getragen, insbesondere im Bereich der Sanierung der Sportanlagen.“

Sport-Senator Neumann berichtete, dass das Papier nun im Senat diskutiert wird und bis Jahresanfang 2012 ein Arbeitspapier zur Umsetzung entwickelt werden soll. Er versprach, aus dem vorgelegten Konzept viele Punkte in eine to do-Liste des Senats zuüberführen, da viele Vorschläge interessant seien. Neumann betonte ebenfalls, dass die Finanzierung der vorgeschlagenen Projekte nicht allein aus dem Sportetat erfolgen könne. Auch andere Behörden müssten sich daran beteiligen.

Der HSB möchte mit seinen Mitgliedern die Ergebnisse der Zukunftskommission diskutieren. Sagen Sie dem HSB Ihre Meinung zu dem vorgelegten Konzept! Eine Möglichkeit ist die neue Facebook-Seite des HSB. Wer Facebook nicht nutzen möchte, kann seinen Kommentar an dekadenstrategie@hamburger-sportbund.de senden. Alle Beiträge werden auf den Internetseiten des HSB veröffentlicht.

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